TEK-STIL Projekt der Kulturstiftung des Bundes

TEK-STIL Projek
Das TEK-STIL Projekt initiiert von Katharina Rohde und finanziert vom Fond „Arbeit in Zukunft" der Kulturstiftung des Bundes, beschäftigte sich mit den Potenzialen von Frauen aus aller Welt. Zielgruppe waren Frauen mit Erfahrungen in der Textilverarbeitung aus den Berliner Bezirken Neukölln und Kreuzberg und Berliner Modemacherinnen.
Ziel des Projektes war die Durchführung von verschiedenen Workshops und Kooperationen. In diesem Rahmen sollten die Potentiale der Frauen zusammengebracht werden und im Austausch verschiedener Kenntnisse und Herangehensweisen, gemeinsam TEK-STIL Produkte entwickelt werden. Das Modeprodukt wird zum Mittler zwischen den Kulturen und Träger der gemeinsamen Identität.
„TÜTE de LUXE"
In einem Workshop entstand die „TÜTE de LUXE" (siehe Abbildung oben und unten), die Taschen wurden aus dem Material gefertigt, welches automatisch mit Migration in Verbindung gebracht wird. Die Ausgangs-Taschen, welche recycelt wurden - werden immer nach der Bevölkerungsgruppe benannt, die sie scheinbar am meisten benutzt. So heissen sie bei uns Türkenkoffer, in der Türkei wiederum Polenkoffer. Die „TÜTE de LUXE" nutzt die Materialität und die Geschichte der Tasche als Identifikationsmerkmal und schafft dadurch innovatives lokales Design und eine neue Identität.
Die 16 verschiedenen Taschenmodelle sind benannt nach den Städten, aus denen die Teilnehmerinnen kamen.
Die „TÜTE de LUXE" erwies sich als so prägnant und öffentlichkeitswirksam, das das Muster des Materials zum Leitmotiv des Projektes wurde.










Stadtplan
Stadtplan


Neben den Workshops fanden Recherchen zu den lokalen Potentialen in Neukölln und Kreuzberg im Breich Mode und Textil statt. Vorhandene Potentiale in der Textilproduktion und Verarbeitung wurden visualisiert und ein Ausgangspunkt für ein lokales Netzwerk geschaffen. Dies sollte zur Aufwertung des lokalen Standortes führen.
Eine Bestandsaufnahme von Änderungsschneidereien stellte diese für viele Migranten wichtige Nische und ihr Potential dar: Eine Umfrage zeichnete das Potential der einzelnen Unternehmer genauer auf.
Auch die Modemacher aus dem Kiez wurden zu ihrer beruflichen Situation interviewt. Die stichprobenhafte Befragung skizzierte u.a. die nicht immer einfache wirtschaftliche Lage vieler Designer.
Mögliche Synergien zwischen Modemachern und Produktionsstätten, wie Änderungsschneidereien wurden in Form von Zukunftsszenarien skizziert.
Leistungsprofil:
- Mitarbeit Projektleitung
- konzeptionelle Optimierung
- Workshopplanung und Koordination
- Befragung der Designer und Auswertung der Daten
- Planung, Gestaltung und Produktionsbetreuung der Abschlussausstellung
